Phonologische Bewusstheit
Wissen über Formalien der Sprache, losgelöst vom Inhalt
- Unterscheiden von Sprachlauten (Vokale, Konsonanten, Lautverbindungen), insbesondere bei ähnlich klingenden Lauten
- Lautpositionsbestimmung in Silben und Wörtern
- Unterteilen von Wörtern in Silben
- Reimerkennung
- Aussprechen komplexerer Wörter
- Behalten von Lautfolgen und inhaltliche Reihen im Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis
Folgende hörverarbeitende Teilfähigkeiten werden trainiert - Aufmerksamkeit als Basis
- Speicherung von Lauten und Silben in Reihenfolge sowie Wörtern in Sätzen
- Sprachlautunterscheidung
- Analyse sprachlicher Elemente (z.B. Silben aus Wörtern)
- Verbinden sprachlicher Elemente zu Wörtern
- Ergänzen von unvollständigen Wörtern oder Sätzen
- Reimen um klangleiche Einheiten zu erkennen
- Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis
Auditive Wahrnehmung Hören und Unterscheiden von Klängen und Lauten
- Training auf Geräuschebene
- Training auf Lautebene zur Unterscheidung ähnlich klingender Laute, speziell der getesteten Lautschwierigkeiten
Visuelle Wahrnehmung Sehen und unterscheiden von Symbolen und Buchstaben - Training auf Symbolebene
- Training mit Buchstaben und Wörtern
Auditive und visuelle Merkspanne Gedächtnistraining für Gehörtes oder Gesehenes - Training auf Laut-, Wort- und Satzebene für Gehörtes
- Training auf Symbol-, Laut- und Wortebene für Gesehenes
Symptomtraining - Groß- und Kleinschreibung von Wortarten
- Dehnungen (ie-h) und Dopplungen (ee/aa, mm/nn/ll...)
- Mehrzahlbildung
- Unterscheidung von eu/äu, ei/ai
- uvm.
Der Therapieaufbau richtet sich nach den Ergebnissen der Diagnostik. So werden die Ergebnisse als Grundlage genommen und alle Bereiche je nach Bedarf unterschiedlich bearbeitet. Es handelt sich hierbei nicht um Nachhilfeunterricht, sondern um die Erarbeitung fehlender Bewusstseinsebenen, die die Anwendung der einzelnen Regeln und Ausnahmen bedingen und erleichtern.
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